Leinezeitung am 12.07.2012:
von nadine schley neustadt/Garbsen. Zum Gesundwerden gehören mehr als Therapie und Medikamente – das wissen Allgemeinärzte wie der Neustädter Mediziner Matthias Lindenblatt aus ihrer täglichen Arbeit. Er ist einer von vielen Ärzten, die auch die psychischen Begleitumstände ihrer Patienten ernst nehmen, und ist zudem Chef des Gesundheitsnetzes Leinetal, in dem sich mehr als 80 Mediziner aus Neustadt, Garbsen und Wunstorf zusammengeschlossen haben. Das neueste Projekt des Netzwerkes heißt „Geben gibt“ und ist eine Kooperation mit den Freiwilligenagenturen in Neustadt und Garbsen: Lindenblatt und seine Kollegen wie der Diabetologe Olaf Ney und der Garbsener Allgemeinmediziner Henrik Rötterink empfehlen chronisch kranken Patienten, sich ehrenamtlich zu engagieren. Gerade bei schweren Erkrankungen wie Osteoporose, Lungenerkrankungen und einem Herzinfarkt sind Depressionen häufige Begleiterscheinungen, sagt Lindenblatt . Ehrenamtliches Engagement könne neuen Halt geben und verhindern, dass die Patienten in ein Tief fallen, erläutert der Mediziner. Im Internet auf gesundheitsnetz-leinetal können sich Interessierte unter dem Motto „Lebenspflege“ über die Freiwilligenagenturen informieren und Angebote sichten. Eine weitere Datenbank ist unter „Bewegungsangebote“ integriert und listet auf, wo und wann sich Sportgruppen treffen und ob auch Anfänger willkommen sind. Einen weiteren Schwerpunkt nehmen die Ärzte beim Neustädter Gesundheitstag im September ins Visier: Der soll sich um Selbsthilfegruppen drehen.
Neustadt. Nur ein Drittel des Neustädter Landesstraßennetzes ist mit Radwegen versehen: Von insgesamt rund 60 Kilometern Landesstraßen weisen bisher nur rund 20 Kilometer auch eine sichere Spur für Radfahrer auf. Um wenigstens den Landesdurchschnitt zu erreichen, stünden Neustadt rein rechnerisch noch zehn Kilometer Radweg zu, rechnet Volker Kempf vor, der Ortsgruppensprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC). Rund die Hälfte der Landesstraßen in Niedersachsen hätten einen Radweg, so Kempf. Aufgrund der touristischen Bedeutung des Radfahrens in der Region sei der Bedarf an Neubauten sogar noch höher, meint Kempf. Besonders häufig werden Radwege an den Landesstraßen von Hagen nach Himmelreich, von Basse nach Suttorf, von Schneeren zur Bundesstraße 6, von Wulfelade nach Welze sowie von Mandelsloh nach Helstorf gefordert. Anlässlich der Haushaltsberatungen des Landes hatte Bürgermeister Uwe Sternbeck sich in einem Brief an Verkehrsminister Jörg Bode für neue Radwege im Neustädter Land starkgemacht. In einem Gespräch mit Joachim Ernst von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und dem CDU-Landtagsabgeordneten Wilhelm Heidemann habe er erfahren, dass die Landesregierung zunächst nicht vorhabe, ein neues Radwege-Bauprogramm aufzulegen. göt
Matthias Lindenblatt